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Allgemeine Informationen

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zur Geschichte des IGAM

Entstehung des Institutsbereichs Geophysik, Astrophysik und Meteorologie (IGAM) des Institutes für Physik


Das IGAM als 'Institutsbereich Geophysik, Astrophysik und Meteorologie des Institutes für Physik' entstand am 1. April 2004 infolge der Neuorganisation der Karl-Franzens-Universität Graz gemäß dem UG2002 (Universitätsgesetz 2002), durch Zusammenlegung des ehemaligen IGAM (Institut für Geophysik, Astrophysik und Meteorologie), des Institutes für Experimentalphysik und des Institutes für Theoretische Physik zum Institut für Physik.
Zuvor hatten im Zuge des UOG93 (Universitätsorganisationsgesetz 1993) am 3. Dezember 1999 das Institut für Meteorologie und Geophysik und das Institut für Astronomie eine Zusammenführung und Weiterführung als gemeinsames Institut für Geophysik, Astrophysik und Meteorologie (IGAM) beschlossen. Das IGAM betreibt gemeinsam das Observatorium Kanzelhöhe, welches aufgrund der fachlichen Nähe zwischen den dem IGAM angehörenden Fachbereichen seit 1. April 2004 als Observatorium für Sonnen- und Umweltforschung geführt wird.

zur Geschichte der Meteorologie und Geophysik in Graz

Eine ausführlichere Darstellung finden Sie bei:

Bruno Besser [2005]: Meteorology and Geophysics and its Ambassadors at the University of Graz: A Historical Survey

 

 

Von 1897 bis zum Jahre 1900 gab es eine Lehrkanzel für Meteorologie am damaligen Physikalischen Institut. Inhaber dieser Lehrkanzel war Dr. Julius von Hann, der Begründer der Österreichischen Meteorologie. Anschließend gab es bis 1911 keine nachweisbare Tätigkeit im Bereich Geophysik oder Meteorologie.

1911 wurde Heinz von Ficker zum Extraordinarius für Meteorologie und Geophysik ernannt.
1919 wurde Heinz von Ficker zum Ordinarius ernannt. Er ging 1923 nach Berlin und war dann in späteren Jahren Direktor der Zentralanstalt für Meteorologie und Geodynamik und in leitender Position bei der Österreichischen Akademie der Wissenschaften.

 

1923 wurde schließlich Alfred Wegener (Bild links) nach Graz berufen (nach ihm wurde das Wegener Zentrum für Klima und Globalen Wandel benannt). Er blieb bis zu seinem tragischen Tode in Grönland 1930 Ordinarius an unserer Universität. Ein Gedenktafel der Universität wurde am Ort seines Todes errichtet (Bild rechts).

 

 

 

 

Am 1. Oktober 1932 übernahm sein Bruder Kurt Wegener eine Stelle als Extraordinarius für Meteorologie und Geophysik. Er wurde später zum Vorstand des Meteorologischen Instituts und der Meteorologischen Station am Physikalischen Institut. Weiters war er auch Vorstand der damals existierenden Erdbebenstation in Graz.

1938 wurde das Institut für Meteorologie und Geophysik gegründet.
1941 suchte Kurt Wegener um Entpflichtung an und zog nach Konstanz.
Er kam aber 1945 wieder nach Graz zurück und seine letzte Vorlesung war für das Sommersemester 1946 angekündigt.
In den Jahren während des 2. Weltkrieges dürfte das Institut hauptsächlich Strömungsforschung betrieben haben. In den letzen Kriegsjahren leitete ein Deutscher namens Heinz Lettau (später berühmter Meteorologe in den USA) das Institut, war aber zu dieser Zeit nie persönlich in Graz.
Nach dem 2. Weltkrieg war Hans Benndorf, der Vorstand des Physikalischen Institutes, auch provisorischer Vorstand des Institutes für Meteorologie und Geophysik.
1946 wurde Otto Burkard als Privatdozent zum provisorischen Leiter des Institutes für Meteorologie und Geophysik ernannt. Da Privatdozenten kein Gehalt erhielten, verdiente er seinen Lebensunterhalt als Lehrer an der BULME. Er baute mit Studenten und Assistenten eine Ionosonde zur Erforschung der Ionosphäre mit Radiowellen auf und betrieb lange Zeit die einzige Ionosphärenstation an einer Universtät am Europäischen Festland.

1949 wurde er zum Extraordinarius und zum Vorstand des Institutes für Meteorologie und Geophysik ernannt, und 1968 zum Ordinarius.
1979 Emeritierung von Prof. Otto Burkard (im Bild links).
1981 Berufung von Siegfried J. Bauer (im Bild rechts), vormals Goddard Space Flight Center, NASA, zum Ordinarius. Erweiterung der Atmosphärenforschung auf andere Planeten.
1998 Emeritierung von Prof. Siegfried J. Bauer.

 

 

Der IGAM bedankt sich bei Hrn. em.Univ.-Prof. Dr. Siegfried J. Bauer für die Zusammenstellung der historischen Informationen und des Bildmaterials.


zur Geschichte der Astronomie in Graz

Von 1586 bis zur Mitte des 18. Jahrhunderts gab es bereits die von Jesuiten geführte Universität in Graz, aber Astronomie wurde nur von den jeweiligen Vertretern der mathematischen und naturwissenschaftlichen Fächer behandelt.
Selbst der große Astronom Johannes Kepler (1571-1630), der von 1594 bis 1600 in Graz wirkte, war nicht an der Universität (gegründet 1586), sondern an der evangelischen Stiftsschule tätig. Eine eigentliche Sternwarte gab es in Graz damals nicht.
Erstmalig wird von 1745 bis 1787 ein Observatorium erwähnt, der sogenannte "Mathematische Turm" im Gebäudekomplex der alten Universität in der Bürgergasse, der mit zahlreichen astronomischen Instrumenten ausgestattet war. Damals entstand auch die erste astronomische Lehrkanzel, die nach der Auflassung des Jesuiten-Ordens nicht mehr weiterbestand (als letzter Astronom auf der Grazer Jesuiten-Sternwarte wird in einem Vortragsmanuskript des Jesuitenpaters Johannes Steinmayr P. Alois Mayer erwähnt). Anträge zur Wiedererrichtung der Astronomie und Bewilligung von Geldmitteln dafür wurden abgelehnt. Die Vorlesungstätigkeit wurde - so wie früher - nur fallweise wahrgenommen.

 

Anläßlich des Neubaues der Universität wurde 1875 dem Physikgebäde eine Sternwarte mit einem "Astronomischen Turm" angefügt und mit dem Mathematiker Karl Friesach als Leiter besetzt, der den regelmäßigen Astronomieunterricht wieder aufnahm.
Ab 1888 führten die Professoren Ludwig Boltzmann und Johannes Frischauf die Geschäfte der Sternwarte bis 1891 eine Lehrkanzel eingerichtet und mit Josef v. Hepperger besetzt wurde, der dann ab 1901 als Professor für Astronomie an die Universität Wien ging.
Nach einjähriger Vakanz folgte Prof. Karl Hillebrand (Bild links) bis 1932. Hepperger und Hillebrand arbeiteten überwiegend theoretisch auf dem Gebiet der Bahnbestimmung von Kometen und Meteoren, bzw. der Kosmogonie des Sonnensystems.

 

Anschließend wurde Prof. Oskar Mathias (Bild links) mit der Lehrtätigkeit betraut und schließlich auch zum Professor ernannt.
Während des 2. Weltkrieges war die Lehrkanzel mit Professor Karl Stumpff aus Deutschland besetzt, der, obwohl Theoretiker und Periodenforscher, einen Neubau der Universitäts-Sternwarte plante.
Er konnte für diesen Zweck auf dem Lustbühel ein kleines Grundstück von der Stadtgemeinde Graz pachten, das, wieder unter Mathias durch einen Zukauf vergrößert, die Urzelle des Observatoriums Lustbühel werden sollte. Nach langen Bemühungen wurde der Neubau 1976 feierlich eröffnet, der auch das Institut für Weltraumforschung der Österreichischen Akademie der Wissenschaften aufnahm. Hier gab es als größtes Instrument einen 40 cm-Spiegel, während am Turm der Universität der 15 cm-Refraktor bestehen blieb.

 

Von 1970 bis 1994 leitete Prof. Hermann Haupt (Bild links) das Institut, das für zwei Jahrzehnte eine wichtige Rolle in der physikalischen Beobachtung und Erforschung der Kleinplaneten spielte.
1994 Emeritierung von Prof. Hermann Haupt.
Die 1943 am Observatorium Kanzelhöhe in Kärnten begonnene Sonnenforschung wird auch nach der Zusammenlegung zum Institutsbereich für Geophysik, Astrophysik und Meteorologie des Institutes für Physik weiter betrieben.

 

 

 

Der IGAM bedankt sich bei Hrn. em.Univ.-Prof. Dr. Hermann Haupt für die Zusammenstellung der historischen Informationen und des Bildmaterials.

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Institutsbereichsleitung

Univ.-Prof.
Dr. Arnold Hanslmeier 

Sprechstunde:
Donnerstag 11- 12 Uhr od. nach Vereinbarung
arnold.hanslmeier(at)uni-grazt.at

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Sekretariat
Universitätsplatz 5/II, 8010 Graz

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+43 (0)316 380 - 5270

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