Geschichte des Observatoriums

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Das Observatorium Lustbühel wurde 1976 fertiggestellt und unter der damaligen Bundesministerin für Wissenschaft und Forschung, Frau Dr. Hertha Firnberg, eröffnet.
Aus der Festschrift Observatorium Lustbühel Graz, Schwerpunkt österreichischer Weltraumforschung,1976:

Die Enstehungsgeschichte des Observatoriums Lustbühel:

"Schon 1943 wurde auf Anregung von Univ.- Prof. Dr. K. Stumpff in der Nähe des Schlosses Lustbühel von der Stadtgemeinde Graz ein Grundstück gepachtet, um darauf den Neubau der Universitätssternwarte durchzuführen. Nach dem Krieg bemühte sich der damalige Vorstand, Univ.- Prof. Dr. O. Mathias über zwei Jahrzehnte hindurch unermüdlich, den Grund in den Besitz der Universität zu bringen, das Areal zu vergrößern und den Bau wenigstens für primitive Beobachtungsmöglichkeiten durchzu führen. Unter schwierigen Bedingungen gelang es ihm mit Unterstützung der Universität, besonders des verdienstvollen Altrektors, Univ.- Prof. DDr. F. Sauer, dass 1956 das Grundstück durch den Bund angekauft und 1969 durch weiteren Zukauf auf eine Gesamtfläche von 18.455m² vergrößert werden konnte. Das Land Steiermark half durch Herstellung eines Güterweges bei der Aufschliessung. Da alle Anträge auf den Bau eines kleinen Observatoriums und auf den Ankauf von astronomischen Instrumenten negativ beschieden wurden, schritt Prof. Mathias zur Selbsthilfe: In kleinen Holzhütten wurden die in mühseliger Arbeit von ihm hergestellten Fernrohre montiert. Die Spiegel dazu hatte der Assistent geschliffen und den Zusammenbau besorgte der Mechaniker der Werkstätte. Die zusätzlich geplante Verlegung des Meridiangerätes auf den Lustbühel konnte jedoch nicht erreicht werden.
Erst in der Mitte der Sechzigerjahre deutete sich ein neuer Weg an: Durch das unmittelbare Interesse des Institutes für Meteorologie und Geophysik der Universität (Univ.- Prof. Dipl.- Ing. Dr. K. Burkard) und des damaligen Institutes für Geodäsie II an der Technischen Hochschule (Univ.- Prof. Dipl.-Ing. Dr. K. Rinner), die beide einen ungestörten Ort für Satellitenbeobachtungen außerhalb der Stadt suchten, sowie durch die allmählich weiter voranschreitende Konzentration der Weltraumforschung in Graz gelang es, die Behörden zu neuer Aktivität zu motivieren. 1971 wurde das Raum- und Funktionsprogramm eines Observatoriums erstellt und entsprechende Pläne wurden durch das Landesbauamt ausgearbeitet, die dann dem Ministerium vorgelegt werden konnten. Inzwischen war auch das Institut für Nachrichtentechnik und Wellenausbreitung der Technischen Universität (Univ.- Prof.Dipl.-Ing. DDr. W. Riedler) als vierter Partner dazugekommen.
Im Juni 1972 erhielten wir die grundsätzliche Zustimmung des Bundesministeriums für Wissenschaft und Forschung zum Bau der Beobachtungsstation. Die tatsächlichen Arbeiten setzten im August 1974 ein, wurden trotz zunehmender Schwierigkeiten auf dem Bausektor zügig durchgeführt."


Univ.Prof Dr. H. Haupt
Astronomisches Institut der Universität Graz, Graz, 1976

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