CEQUACOS ist eine interdisziplinäre Plattform an der Universität Graz zur Entwicklung mathematischer Modelle und deren innovativer numerischer Umsetzung. CEQUACOS wurde am 5. Dezember 2001 an der Naturwissenschaftlichen Fakultät eingerichtet. Ansprechperson: Karl Kunisch, Institut für Mathematik


Quantitative Methoden spielen in allen Naturwissenschaften, in der Medizin, in der Ökonomie und den Finanzwissenschaften, sowie in allen Schlüsseltechnologien eine entscheidende Rolle. Konkrete realwissenschaftliche Modelle und deren mathematische und numerische Umsetzung tragen wesentlich zum vertieften Verständnis der zu erforschenden Phänomene und der zu optimierenden Technologien bei. Darüber hinaus bietet die numerische Simulation oft einen kostengünstigen Zugang zu Forschung und Entwicklung im Vergleich zur Erstellung von Modellen und Prototypen. Als Anwendungsgebiete seien die medizinische Bildverarbeitung, Klimaforschung, Nanoscale-Technologie, Phasenübergänge, Modellierung in der Physiologie, Smart Material Sciences, Geodynamik und Quantenchemie angeführt. Aber auch in anderen Bereichen wird dieser interdisziplinäre Charakter der Forschung immer wichtiger und ist mit einem großen Bedarf an qualifiziertem Personal verbunden.


Ziel von CEQUACOS ist es, Forschungsleistungen an der Universität zu bündeln und zu verstärken, die sich durch den Einsatz moderner Methoden der mathematischen Modellierung, sowie leistungsstarker numerischer Verfahren auszeichnen. Auf diese Art sollen neue fachübergreifende Kooperationen entstehen und Synergieeffekte erzielt werden.

Die Aktualität des Forschungsgebietes ist auch eng mit der Ausbildung von Absolventinnen und Absolventen verbunden. Diesem Umstand soll auch im Bereich der Lehre Rechnung getragen werden: Ziel ist die Einrichtung eines Master-Studiums Computational Sciences, das auch mit einem Zwischenabschluss als Bachelor absolviert werden kann. Vergleichbare Studien gibt es etwa in der Schweiz (ETH Zürich), in den USA (Rensselear Polytechnic Institute, University of Houston), in Australien (University of Melburne) und in Singapur (University of Singapur). Ansprechperson: Alexander Sax, Institut für Chemie.



Zum besseren Kennenlernen der Fachgebiete und Methoden aller interessierten Personen wurde am Montag, dem 4. März 2002, ein Forschungstag veranstaltet. Koordinator: Otto Glatter, Institut für Chemie.

Um aktuelle Informationen zu erhalten oder senden, tragen Sie sich bitte in die Mailing-Liste cequacos@uni-graz.at ein.



web page: Claudia Ambrosch-Draxl, Institut für Theoretische Physik