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Entwicklung von Data Pipelines für das ELT

AstrophysikerInnen sind darauf angewiesen, ihr Labor, den Weltraum, immer detaillierter und präziser zu beobachten. Fortschritte in der Astrophysik sind deshalb immer eng mit der Entwicklung neuer und leistungsstärkerer Teleskope verbunden. Schon das erste astronomische Teleskop revolutionierte unser Weltbild. Galileo Galilei entdeckte, dass die als makellos geltende Sonne dunkle Flecken zeigt und die um Jupiter kreisenden Monde ein Abbild unseres Sonnensystems darstellen. Seitdem hat sich viel getan. Mit dem "Very Large Telescope" der Europäischen Südsternwarte (ESO) auf dem Cerro Paranal in Chile steht den AstrophysikerInnen in Österreich nun eines der leistungsfähigsten Observatorien der Welt zur Verfügung. Vier Teleskope mit Hauptspiegeln von 8,2 m Durchmesser und ihre Instrumente erschließen WissenschafterInnen den Himmel vom Ultravioletten bis in das mittlere Infrarot.

Doch längst lassen sich damit noch nicht alle Fragen beantworten. Deshalb soll in den nächsten 10 Jahren auf dem Cerro Armazones, nur wenige Kilometer vom Cerro Paranal entfernt, ein noch größeres Teleskop gebaut werden, das alle bisherigen Teleskope wie Zwerge aussehen lassen wird. Das "Extremely Large Telescope" (ELT) der ESO wird einen aus 798 hexagonalen Segmenten bestehenden Hauptspiegel mit einem Durchmesser von 39 m haben. Damit wird sich das räumliche Auflösungsvermögen bisheriger Teleskope um ein Vielfaches verbessern und selbst die Atmosphären extraterrestrischer Planeten werden aufgrund des hohen Lichtsammelvermögens des ELT analysiert werden können. Doch auch dieses Teleskop wird nur so gut sein wie die Instrumente, die es mit Licht versorgt. Die Entwicklung von Kameras und Spektrographen für das ELT ist deshalb eine wichtige Aufgabe für IngenieurInnen und WissenschaftlerInnen.

Unsere Gruppe engagiert sich unter Federführung der Universität Wien und in Zusammenarbeit mit den Universitäten Innsbruck und Linz bei zwei Instrumenten für das ELT. Das Instrument MICADO wird im nahen Infrarot arbeiten und durch eine vorgeschaltete adaptive Optik beugungsbegrenzte Bilder liefern. MICADO wird damit die volle räumliche Auflösung des ELT ausnutzen und unter anderem nach extrasolaren Planeten suchen. Ergänzt wird MICADO durch METIS. Dieses Instrument kann photometrische und spektroskopische Messungen im mittlerern Infrarot durchführen. In diesem Wellenlängenbereich leuchten die Staubscheiben um junge Sterne, die die Geburtsstätten von Planeten sind, besonders hell. Neben der Ausarbeitung der wissenschaftlichen Zielsetzung steht vor allem die Aufbereitung der riesigen Datenmengen, die bei den Beobachtungen anfallen, im Mittelpunkt unserer Arbeit. Hierfür werden sogenannte "Pipelines" entwickelt, die halbautomatisch aus den Rohdaten wissenschaftlich verwertbare Bilder und Spektren erzeugen.

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Mag.rer.nat. Paul Beck PhD Telefon:+43 (0)316 380 - 5263

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Mag. Dr. Martin Leitzinger Telefon:+43 (0)316 380 - 5273

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Mag. Robert Greimel Telefon:+43 (0)316 380 - 5273

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