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Sonde zur Sonne

Donnerstag, 04.03.2021, Universität, Forschen

Reise zum Mittelpunkt des Planetensystems: Mit an Bord der Weltraummission ist Astrophysikerin Astrid Veronig

Zum 100. Mal wird am 8. März 2021 der internationale Frauentag gefeiert. Wie Frauen heute an der Universität Graz studieren, forschen und managen, zeigen anlässlich des Jubiläums stellvertretend fünf Porträts. Eines skizziert die Arbeit von Astrophysikerin Astrid Veronig.

Der Mars ist erreicht, der Sonne kommt derzeit eine Sonde mit Expertise der Universität Graz immer näher. Nahe im Physik-Jargon. Aus bis zu 42 Millionen Kilometern Entfernung wird Solar Orbiter den heißen Fixstern unter die Lupe nehmen. Astrophysikerin Astrid Veronig verfolgt die ersten Daten mit großem Interesse. Denn nun können auch kleinere Sonnenausbrüche gut erforscht werden. Und zum 100. Frauentag gratuliert Veronig gemeinsam mit neun weiteren Wissenschafterinnen in Form der Studie „Women's Day Event“ – einer Eruption, die genau am Frauentag vor zwei Jahren stattgefunden hat.

Vor etwas mehr als einem Jahr ist die Sonde in Cape Canaveral (USA) gestartet. „Solar Orbiter ist gegenwärtig etwa 80 Millionen Kilometer von der Sonne entfernt, und zwar auf der von uns abgewandten Sonnenseite“, erklärt Astrid Veronig. Und die Sonde kommt dem Zentrum unseres Planetensystems im kommenden Jahr vergleichsweise nah, sie umrundet nämlich die Sonne in elliptischen Bahnen.
Mit an Bord der internationalen Weltraummission – eine Kooperation von ESA und NASA – befindet sich Know-how der Universität Graz sowie des Instituts für Weltraumforschung der Österreichischen Akademie der Wissenschaften.
Das Institut für Physik an der Uni Graz ist an der Entwicklung und Auswertung des Röntgenteleskops STIX beteiligt. Dieses ermöglicht Einblicke in die Beschleunigung hochenergetischer Teilchen in den Sonnenausbrüchen. Veronig: „Wir können aufgrund der geringeren Distanz und des derzeit noch schwachen Aktivitätszyklus insbesondere kleinere Sonnenausbrüche sehr gut beobachten und deren Bedeutung analysieren.“ Zudem kann die Sonne, die in einem Zeitraum von 27 Tagen um die eigene Achse rotiert, aus unterschiedlichen Blickwinkeln untersucht werden. „In den kommenden Jahren, werden wir mit Solar Orbiter auch zunehmend auf die Sonnenpole schauen können, die für die Erzeugung der Magnetfelder sehr wichtig sind“, erklärt die Forscherin, die auch das Uni Graz-Observatorium Kanzelhöhe in Kärnten leitet. Erste Daten der insgesamt siebenjährigen Mission sind ausgewertet und werden in Kürze publiziert.

Andere Forschungsergebnisse werden dieser Tage zur Veröffentlichung eingereicht – und zwar passend zum internationalen Frauentag, am 8. März, die Studie mit dem Titel „Women's Day Event“. Darin hat Astrid Veronig mit neun weiteren Wissenschafterinnen aus Kroatien, Russland, Belgien, USA, China und der Universität Graz (Julia Thalmann, Manuela Temmer) einen Sonnenausbruch, der genau am Frauentag 2019 stattgefunden hat, erforscht.

HörSaal: Astrid Veronig im Podcast über Solar Orbiter >> Reinhören

 

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