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Asteroid auf Kuschelkurs

Donnerstag, 07.02.2013

2012 DA14 – auf diesen nüchternen Namen hört jener Asteroid, der am 15. Februar 2013 in „nur“ etwa 30.000 Kilometer Entfernung an der Erde vorbeirast. Auch wenn sich der Gesteinsbrocken mit rund 45 Meter Durchmesser innerhalb der geostationären Bahn der Satelliten befindet, beruhigt Astrophysiker Univ.-Prof. Dr. Arnold Hanslmeier: „Für die Erde selbst besteht keine Gefahr.“ Man werde das Objekt mit einem guten Feldstecher über den Abendhimmel von Süden nach Norden gehend beobachten können. „Es wird nicht besonders auffällig erscheinen und lediglich für sehr erfahrene HimmelsbeobachterInnen zu finden sein“, so Hanslmeier. Der Wissenschafter beschreibt die Details: „Die größte Annäherung an die Erde erfolgt um etwa 2 Uhr 25 und etwa vier Minuten danach taucht der Asteroid für einige Minuten in den Schatten der Erde – ähnlich wie bei einer totalen Mondfinsternis.“
Asteroiden in Erdnähe sind nichts Ungewöhnliches, führt Hanslmeier weiter aus. Am selben Tag werde ein zweiter Asteroid, der sogar etwas größer ist, in Erdnähe geraten. „Allerdings beträgt dessen geringste Entfernung zur Erde mehr als die dreifache Entfernung des Mondes“, weiß der Experte.

Abseits vom aktuellen Anlass am 15. Februar weiß Hanslmeier – Autor des Buches „Kosmische Katastrophen“, erschienen im Vehling-Verlag – Wissenswertes zu berichten: „Der Einschlag eines Asteroiden auf der Erde kann zu einem Massensterben von Tier und Pflanzenarten führen. Beim Einschlag eines etwa zehn Kilometer großen Asteroiden vor etwa 65 Millionen Jahren sind die Saurier ausgestorben. Deshalb werden die Bahnen von Asteroiden weltweit überwacht.“ In den nächsten 100 Jahren sei kein Objekt bekannt, das der Erde gefährlich werden könnte. Hanslmeier vergleicht: „Überhaupt ist die Wahrscheinlichkeit durch einen Asteroideneinschlag getötet zu werden, weitaus geringer als beim Lottospielen zu gewinnen.“
Asteroiden dieser Größe stürzen, statistisch gesehen, so Hanslmeier, etwa alle tausend Jahre auf die Erde. Im Jahre 1908 ging im sibirischen Tunguska ein Asteroid nieder, der etwas größer als 2012 DA14 war. Gegenwärtig arbeitet man an einem Programm, um gefährliche Asteroiden durch Raketenbeschuss abzulenken. Hanslmeier blickt in die Zukunft: „In einigen Jahren wird man technisch soweit sein, aber – um es noch einmal zu betonen – die Wahrscheinlichkeit, dass sich die Menschheit durch Umweltzerstörung und Kriege auslöscht, ist um ein Vielfaches größer.“

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