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EPo-EKo

EPo-EKo – eine binationale Design-Based-Research Studie

Die Elektrizitätslehre ist ein spannendes und auch wichtiges Themengebiet im Physikunterricht, nicht zuletzt, weil ein ausreichendes konzeptuelles Verständnis der elektrischen Grundgrößen die Grundlage für viele weitere Anwendungsbereiche bildet. Jedoch gelingt es vielen Schülerinnen und Schülern im Laufe des Unterrichts nicht, ein angemessenes Verständnis von einfachen Stromkreisen zu entwickeln. Vor allem die Entwicklung eines unabhängigen Spannungsbegriffs stellt für viele Schülerinnen und Schüler der Sekundarstufe I ein erhebliches Problem dar.

Deshalb wurde ein neues Unterrichtskonzept an der Goethe-Universität Frankfurt entwickelt. In einem ersten Forschungs- und Entwicklungszyklus mit ca. 700 Schülerinnen und Schülern konnte gezeigt werden, dass das Frankfurter Unterrichtskonzept zu einem nahezu doppelt so hohem Lernzuwachs im Vergleich zum traditionellen Physikunterricht führt (siehe Abbildung 1, Burde & Wilhelm 2016). Nichtsdestotrotz hat sich in der Studie auch gezeigt, dass vor allem Mädchen einen deutlich geringeren Lernzuwachs erzielen als erhofft (Haagen-Schützenhöfer et al. 2017).

Ein Ziel dieses Gesamtprojektes ist aus diesem Grund auch die Auswirkung des Einsatzes von "interessanten Kontexten" auf das Interesse, das Selbstkonzept und das Verständnis der Schülerinnen und Schüler zu untersuchen.

Das Projekt EPo-EKo startete im Dezember 2017 und insgesamt erklärten sich über 70 engagierte Lehrkräfte, davon 20 aus der Steiermark, bereit am Projekt teilzunehmen. Im ersten Projektjahr nehmen somit über 1400 Kinder an dieser Studie teil.

Der Fokus des ersten Projektjahres liegt dabei auf der Erfassung und Beschreibung des typischen Anfangsunterrichts zur Elektrizitätslehre, wie er in Bayern, Hessen und Österreich durchgeführt wird (siehe Abbildung 2).

Im zweiten Jahr werden die teilnehmenden Lehrkräfte dann zufällig in zwei Gruppen aufgeteilt: Die eine Hälfte unterrichtet weiterhin traditionell, allerdings mit von uns angeregten Modifikationen. Die andere Hälfte unterrichtet nach dem Frankfurter Unterrichtskonzept in seiner bisherigen Form. Im dritten Jahr unterrichten dann alle teilnehmenden Lehrkräfte nach einer modifizierten Variante des Frankfurter Unterrichtkonzepts (siehe Abbildung 3).

Ein Ziel des Projekts ist es schließlich, die entwickelten Unterrichtsmaterialien für Lehrkräfte zur Verfügung zu stellen.

An dieser Stelle möchte wir uns herzlich bei allen teilnehmenden Lehrkräften und Schulen für die gute Zusammenarbeit im ersten Projektjahr bedanken!

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