Mag. Janik Deutscher
Die Alpen im Wandel - Gletscher- und Permafrostmonitoring mit Fernerkundungsmethoden

Institut für Geographie und Raumforschung, Universität Graz

Die fortschreitende Klimaerwärmung hat deutliche Auswirkungen auf das Landschaftsbild und den Wasserhaushalt der Alpen. Vor allem der Gletscherrückzug in den letzten Jahrzehnten ist ein auffallender Prozess. Regelmäßige Gletschervermessungen bestätigen diese Entwicklung und aktuelle Klimamodelle prognostizierten ein weiteres Abschmelzen. Da der Aufwand für die Vermessung im Gebirge sehr hoch ist, werden Gletscherrückgänge in Gebirgsregionen häufig mit Fernerkundungsdaten erfasst. Der Vergleich von heutigen mit älteren Aufnahmen ermöglicht dabei die Darstellung von Veränderungen und eine Abschätzung der Umweltauswirkungen auf die empfindlichen Gebirgsökosysteme.

Neben den Gletschern ist auch der Permafrost (Bodengefrornis) der Hochgebirgsregionen vom Klimawandel betroffen. Der Anstieg der mittleren Lufttemperatur überträgt sich verzögert auf den Untergrund und bei Überschreitung von 0° C schmilzt evtl. vorhandenes Eis. Die Folge ist ein Einsinken der Oberfläche durch den Volumenverlust und eine Entfestigung des Lockergesteins. Deswegen wird für den Alpenraum eine Zunahme speziell gravitativ bedingter Naturgefahren (Steinschlag, Muren,…) vermutet. Eine Erfassung und regelmäßige Beobachtung des Permafrostes im Hochgebirge ist daher sinnvoll und u.a. mit modernen Fernerkundungsmethoden durchführbar.

 

Höhenänderungen auf der Pasterze von 1981 bis 2000 (image courtesy: A. Kellerer-Pirklbauer, J. Gspurning)

PDF-Datei der Präsentation (43,09 MB)

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