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Montag, 29.02.2016

Einmal um die Sonne

Die Erde umrundet die Sonne in 365,2419 Tagen. Weil die Zahl ungenau ist, wird ein Tag dazu geschalten. Foto: Stockphoto.com/guvendemir

Die Erde umrundet die Sonne in 365,2419 Tagen. Weil die Zahl ungenau ist, wird ein Tag dazu geschalten. Foto: Stockphoto.com/guvendemir

29. Februar: Astrophysiker Arnold Hanslmeier erklärt, weswegen wir unsere Kalender dem Sonnensystem angepasst haben.

Was haben der italinienische Komponist Gioachino Rossini, der Autor Martin Suter und der steirische Landeshauptmann Hermann Schützenhöfer gemeinsam?

Alle drei sind an einem 29. Februar geboren. „Zur Einführung eines zusätzlichen Tages in das Kalendersystem kam es, weil der Umlauf der Erde um die Sonne 365,2419 Tage dauert“, weiß der Astrophysiker Univ.-Prof. Dr. Arnold Hanslmeier. Um dies auszugleichen, erweiterte man bereits im Julianischen Kalender jedes vierte Jahr. Somit kam man im Durchschnitt auf eine Länge von 365,25 Tagen. „Der Fehler betrug in 138 Jahren dennoch einen Tag, der zu wenig war“, rechnet der Wissenschafter vor. Die schlechte Kalkulation fiel auf, als 1582 der Frühlingsbeginn nicht mehr am 21., sondern bereits am 10. März war. Mit der Gregorianischen Kalenderreform bemühte man sich dann, die verlorene Zeit wieder einzuholen: Papst Gregor verfügte, dass auf den 4. Oktober 1582 gleich der 15. Oktober folgte, und löste somit das Problem schnell. Bis heute hat dieser Kalender seine Gültigkeit: „Wir haben weiterhin alle vier Jahre einen 29. Februar, aber es gibt Ausnahmen. Die vollen Jahrhunderte sind nur dann ein Schaltjahr, wenn sie durch 400 ohne Rest teilbar sind“, erklärt Hanslmeier die Regel. Beispiel 1900: Laut Julianischem Kalender wäre es ein Schaltjahr, nach der Reform keines.

Verlängert wurde stets der Februar, wahrscheinlich aufgrund der Kürze des Monats. Und ja: Menschen, die an diesem Tag Geburtstag haben, werden älter – jährlich.   

Erstellt von Konstantinos Tzivanopoulos

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