Für alle, die an solchen Nachrichten Gefallen finden: heute vor genau 100 Jahren, am 27. Januar 1926, hat Erwin Schrödinger seine Arbeit „Quantisierung als Eigenwertproblem“ bei den Annalen der Physik eingereicht. Dort hat er erstmals die heute nach ihm benannte Schrödingergleichung eingeführt.
Der Weg zur berühmten Gleichung war überraschend kurz und schnörkellos. Am 23. November 1925 gab Schrödinger an der ETH Zürich einen Seminarvortrag über die Arbeit von Louis de Broglie. Der damals junge Student Felix Bloch erinnerte sich in Physics Today:
„Schrödinger gab eine wunderbar klare Darstellung, wie de Broglie meinte, dass eine Welle mit einem Teilchen verbunden werden konnte, und wie man daraus die Quantisierungsbedingungen von Niels Bohr und Sommerfeld […] erhalten konnte. Nach Ende des Vortrags bemerkte Debye beiläufig, dass diese Art über Wellen zu sprechen etwas kindisch sei. Als ein Schüler von Sommerfeld hatte er gelernt, dass man eine Wellengleichung benötigte, um Wellen richtig zu beschreiben.“
Kurz vor Weihnachten 1925 begab sich Schrödinger dann auf einen Urlaub in die Schweizer Berge in der Nähe von Davos, und als er am 8. Januar zurückkehrte, hatte er seine berühmte Wellengleichung in der Tasche. Happy Birthday!