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Montag, 26.01.2015

Leuchtende Signale

Vielfältiges Programm zum Jahr des Lichts an der Uni Graz: Forschungs-Vizerektor Peter Scherrer, Projektkoordinator Max Lippitsch und Museumsleiter Nikolaus Reisinger (v.l.) Foto: Joel Kernasenko

Vielfältiges Programm zum Jahr des Lichts an der Uni Graz: Forschungs-Vizerektor Peter Scherrer, Projektkoordinator Max Lippitsch und Museumsleiter Nikolaus Reisinger (v.l.) Foto: Joel Kernasenko

Ausstellung, Vorträge und Offene Labore zum internationalen Jahr des Lichts an der Uni Graz

2015 hat die UNESCO zum Internationalen Jahr des Lichts ausgerufen. Bezugnehmend auf die internationale Präsentation in Paris gibt es auch an der Karl-Franzens-Universität Graz ein umfangreiches Programm zu diesem Thema. Im Rahmen einer Pressekonferenz heute, 26. Jänner 2015, stellten Projektkoordinator Ao.Univ.-Prof.i.R. Dr. Max Lippitsch, Univ.-Prof. Dr. Peter Scherrer, Vizerektor für Forschung und Nachwuchsförderung, sowie Ao.Univ.-Prof. Dr. Nikolaus Reisinger, Leiter der Universitätsmuseen, einen Überblick über die verschiedenen Veranstaltungen vor. Die Palette - mit Unterstützung des Wissenschaftsressorts des Landes Steiermark - reicht von verschiedenen Vorträgen zum Licht an der Uni Graz über die „Wissenschaftsviertelstunde Wissensdurst“ bis hin zur Ausstellung „Licht und Schatten“ im Universitätsmuseum.

Ao.Univ.-Prof.i.R. Dr.phil. Max Lippitsch (Projektkoordinator) zum Internationalen Jahr des Lichts:
Was ist ein „International Year“?
„Um die öffentliche Aufmerksamkeit auf wichtige Themen zu lenken und internationale Aktivitäten zu fördern, wählt die UNO ein oder mehrere bestimmte Themen zum Jahresmotto und unterstreicht damit ihre globale Bedeutung. Vorschläge für ‚International Years‘ kommen von Mitgliedsstaaten der UNO, häufig aber auch von nichtstaatlichen Interessenvertretungen. Die Vorschläge werden einer eingehenden Prüfung unterzogen. Bekommt ein Vorschlag die hinreichende Unterstützung der Mitgliedsstaaten, wird er der UNO-Generalversammlung vorgelegt, die darüber entscheidet, ob das Thema für ein International Year genehmigt wird.“

Warum Licht?
„Licht ist die unabdingbare Voraussetzung für Leben. Auf der fundamentalsten Ebene ist es die Photosynthese. Speziell für die menschliche Gesellschaft sind die zahllosen Anwendungen von Licht in Medizin, Kommunikation, Unterhaltung und Kultur essentiell. Licht und Photonik sind auf dem besten Weg, die Schlüsseltechnologien der Zukunft zu werden.“

Für Univ.-Prof. Dr. Peter Scherrer, Vizerektor für Forschung und Nachwuchsförderung, bilden die Aktivitäten zum Jahr des Lichts einen wichtigen Bestandteil in der Ausrichtung der Karl-Franzens-Universität:
„Die Uni Graz erfüllt als größte Universität der Steiermark eine zentrale gesellschaftliche Rolle. Ein großes Angebot erreicht neben 32.000 Studierenden die gesamte Bevölkerung. Mit Initiativen wie der Montagsakademie und der 7. fakultät wird Forschung für ein breites Publikum erleb- und begreifbar.“


Aktivitäten der Karl-Franzens-Universität Graz


1. Ausstellung „Licht und Schatten“ im UniGraz@Museum

Mit zahlreichen, teils interaktiven Objekten wird im UniGraz@Museum im Hauptgebäude der Uni Graz der Begriff „Licht“ in seinen verschiedenen Aspekten gezeigt: als naturwissenschaftliches Phänomen von Wellen
und Quanten, als unabdingbare Voraussetzung des Lebens auf der Erde, als Grundlage menschlicher Zivilisation, als Stilmittel in der Kunst, sowie als zentraler Begriff der großen Religionen. Die Ausstellung wird in einem Katalog dokumentiert.
Die Eröffnung der Ausstellung findet am 18.6.2015 um 19 Uhr in der Aula der Karl-Franzens-Universität statt.
Ao.Univ.-Prof. Dr. Nikolaus Reisinger, Leiter der Universitätsmuseen, erklärt dazu: „Die grundsätzliche Aufgabe der Universitätsmuseen besteht darin, aktuelle, wissenschaftliche Forschung vor allem der Karl-Franzens-Universität, aber auch darüber hinaus einem breitest möglichen BesucherInnenkreis in Form von Dauerausstellungen sowie Sonderausstellungen zugänglich zu machen.  
Dementsprechend ist auch die Präsentation der für Juni dieses Jahres im Kontext des „Jahres des Lichts“ in Planung befindlichen Sonderausstellung „Licht und Schatten“ des UniGraz@Museum ein Beispiel für die Umsetzung bzw. Aufbereitung wissenschaftlicher Forschung für ein möglichst breites Publikum – von den kleinsten BesucherInnen über interessierte Laien bis hin zu WissenschafterInnen.“

2. Vorträge

Mehrere Vorträge werden das Thema Licht von unterschiedlichen Fachrichtungen her „beleuchten“. Den ersten Vortrag mit dem Titel „Quantenlicht – von Einstein bis zur Quantenteleportation“ hält am 16.3.2015 der wohl bekannteste Physiker Österreichs, Univ.-Prof. Dr. Anton Zeilinger, Präsident der Akademie der Wissenschaften.
Weitere Vorträge folgen im Herbst 2015.

3. Offene Labors

In der Zeit vom 9. bis 25.5.2015 stehen im Rahmen der internationalen „Global Open Lab Days“ verschiedene Labore der Universität offen für Besucher.

4. Aktivitäten der 7. fakultät

Die 7. fakultät, das Zentrum für Gesellschaft, Wissen und Kommunikation, stellt ihre erfolgreichsten Veranstaltungsformate in den Dienst dieses Projekts.
Wissensdurst: Die Wissenschaftsviertelstunde im Pub beschäftigt sich mit der Thematik Licht dieses Jahr im Innenstadtlokal „Brot und Spiele“, Mariahilferstraße 17.

5. Thematische Führungen

Ab Juli 2015 wird es in Zusammenarbeit mit den „Graz Guides“ ein Führungsprogramm für GrazerInnen und TouristInnen durch die Ausstellung sowie Institute, Labors und sonstige „leuchtende Beispiele“ der Grazer Forschung geben.

6. Multikulti-Ball

Am beliebten Sommerball der Karl-Franzens-Universität lassen wir unser „Licht leuchten“ – am Universitätscampus am Samstag, 20.06.2015.

7. Initiative gegen Lichtverschmutzung

Mit Informationsmaterial, Messung der Helligkeit des Nachthimmels und einer „Nacht im Dunkeln“ wird den GrazerInnen im Herbst 2015 die Problematik übermäßiger und unüberlegter Beleuchtung nahe gebracht.


Forschungen an der Uni Graz zum Thema Licht

  • Grazer ForscherInnen entwickeln optische Nanosensoren zur Herzinfarkt-Früherkennung
Erstellt von Lisa-Marie Schantl, Sandra Langmann, Julia Haslebner, Andreas Schweiger

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