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Freitag, 01.07.2022

Vermessung des Higgs

Einfluss der Größe des Higgs (durchgezogen) auf die Wechselwirkungsrate von Z-Bosonen und W-Bosonen, im Vergleich zu einem punktförmigen Higgs (gestrichelt) (oben absolut, unten relativ). Rot ist die theoretische Unsicherheit. Bild: Creative Commons Liz.

Einfluss der Größe des Higgs (durchgezogen) auf die Wechselwirkungsrate von Z-Bosonen und W-Bosonen, im Vergleich zu einem punktförmigen Higgs (gestrichelt) (oben absolut, unten relativ). Rot ist die theoretische Unsicherheit. Bild: Creative Commons Liz.

10 Jahre nach seiner Entdeckung gibt es erste theoretische Abschätzungen seiner Größe.

Am 4. Juli 2012 wurde das Higgs entdeckt. Jetzt, 10 Jahre später, gelang es der Gruppe von Axel Maas an der Uni Graz in einem FWF-geförderten Projekt eine Methode zu entwickeln, wie die Größe des Higgs bestimmt werden kann. Diese kann aus der Streuung zweier Z-Boson oder W-Bosonen, sogenanntes Vector Boson Scattering, extrahiert werden. Diese Prozesse werden in großem Umfang durch die Experimente am CERN vermessen. Sie sind auch zentral für zukünftige Experimente, wie dem FCC, an dessen Konzeptstudie die Uni Graz beteiligt ist.

Mittels Computersimulationen wurde nun eine erste Abschätzung gemacht, wie groß das Higgs im Standardmodell der Teilchenphysik ist, und wie sich das in der Vermessung der Prozesse niederschlägt. Im Bild ist die Änderung im Vergleich der durchgezogen zu der gestrichelten Linie zu sehen. Unbekannte Physik würde ein anderes Resultat liefern, also ist die Vermessung der Abweichung auch ein wichtiges Mittel, diese zu entdecken. Die Resultate wurden in Physical Review D veröffentlicht, siehe link.

link:
https://journals.aps.org/prd/abstract/10.1103/PhysRevD.105.114513

 

Erstellt von Axel Maas

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