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Freitag, 23.02.2024

Neuer Professor in der Oberflächenphysik-Gruppe

Giovanni Zamborlini stellt aufgrund seiner wissenschaftlichen Interessen als auch aufgrund seines technischen Know-how eine ausgezeichnete Ergänzung für das Surface Science Team dar. - Uni Graz/Zamborlini ©Uni Graz/Zamborlini

Giovanni Zamborlini stellt aufgrund seiner wissenschaftlichen Interessen als auch aufgrund seines technischen Know-how eine ausgezeichnete Ergänzung für das Surface Science Team dar. - Uni Graz/Zamborlini

Die Surface Science Gruppe freut sich, Ass.-Prof. Dr. Giovanni Zamborlini als neuen Kollegen begrüßen zu können. Dr. Zamborlini hat im Dezember 2023 eine tenure-track Stelle am Institut für Physik angetreten und folgt ao.Univ.-Prof. Dr. Michael G. Ramsey als Experte für die Untersuchung von organischen Halbleiter-Moleküllagen auf Oberflächen mittels Photoemissions-Tomographie.

Giovanni Zamborlini hat sein Physikstudium an der Universität Triest in Italien 2013 abgeschlossen und war dann als Doktorand am Forschungszentrum Jülich tätig, wobei er seine experimentellen Arbeiten im Bereich der Photoemissions-Tomographie am Synchrotron Elettra in Triest an der NanoESCA beamline durchgeführt hat. Nach dem erfolgreichen Abschluss des Doktorats im Jahr 2017 wechselte er 2018 als PostDoc an die TU Dortmund in Deutschland, wo er ab 2020 eine Stelle als Assistenzprofessor inne hatte. Dort hat er seine Expertise für den Aufbau eines Experiments zur zeitaufgelösten Photoemissions-Tomographie eingebracht.

Wissenschaftlich befasst sich Giovanni Zamborlini mit der Entwicklung neuartiger molekularer Grenzflächen mit elektronischen, magnetischen und chemischen Eigenschaften, die durch die Wechselwirkung zwischen organischen Molekülen (z.B. Porphyrine und Phthalocyanine) und der darunter liegenden metallischen Oberfläche gesteuert werden. In der Vergangenheit hat er vor allem den Einfluss des Ladungstransfers an der Grenzfläche auf den Spin-Zustand und den Oxidationszustand des Metallions, das in den molekularen Deckschichten enthalten ist, untersucht. Derzeit erweitert er sein Fachgebiet auf den Bereich der zweidimensionalen Materialien und kovalent gebundenen organische Netzwerke. Sein Ziel ist die Entwicklung von Protokollen zur Kontrolle magnetischer Eigenschaften entweder über transiente optische Anregungen oder über durch molekulare Adsorbate induzierte Proximity-Effekte. Parallel dazu untersucht er die Möglichkeiten des Ladungs- und Spin-Transfers von einem ferromagnetischen Substrat zu einem geordneten molekularen Film in magnetic tunnel junctions.

Giovanni Zamborlini stellt aufgrund seiner wissenschaftlichen Interessen als auch aufgrund seines technischen Know-how eine ausgezeichnete Ergänzung für das Surface Science Team dar und wir sind sicher, dass sich mit ihm in den kommenden Jahren sowohl innerhalb der Gruppe, als auch im Hinblick auf das Graz Center of Physics und der gemeinsam mit der TU Graz betriebenen core facility „NanoPEEM“ fruchtbare Kooperationen ergeben werden.

 

Erstellt von Martin Sterrer

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