Im Zentrum des On-Chip-Polarimeters steht ein kompakter gitterbasierter Polarisationssplitter, der zwei lineare Polarisationskomponenten aus dem Freiraum in getrennte Wellenleiter auf dem Chip lenkt. Diese Signale werden anschließend durch ein Netzwerk passiver Interferometer analysiert, sodass der vollständige Polarisationszustand allein anhand von Intensitätsmessungen rekonstruiert werden kann; bewegliche Teile, Modulatoren oder aktive Abstimmung sind nicht erforderlich.
Da eine extreme Miniaturisierung solche Komponenten in ihrer Leistungsfähigkeit einschränken und empfindlicher gegenüber Abweichungen machen kann, entwickelten die Forschenden eine robuste Kalibrationsmethode, die Unvollkommenheiten in den polarisationsaufspaltenden Eigenschaften der Gitterkoppler sowie Fertigungstoleranzen von Wellenleitern und Phasenschiebern kompensiert. Mithilfe eines programmierbaren Generators für Polarisationszustände kann der Chip vollständig kalibriert werden, wodurch hochpräzise Polarisationsmessungen beliebiger Eingangszustände ermöglicht werden.
Dieser Fortschritt ebnet den Weg für skalierbare, kostengünstige und schnelle polarimetrische Sensoren, sowie zukünftige 2D-Detektorarrays für die bildgebende Polarimetrie im sichtbaren Spektrum.
Link zur Publikation:
https://www.spiedigitallibrary.org/90f072ad-89a6-4d76-94a6-16ce92843e04
Kontakt:
Peter Banzer, peter.banzer(at)uni-graz.at
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